4k Serien und Spiele – Monitor statt Fernseher/TV?

4k Serien und Spiele – Monitor statt Fernseher/TV?

Die Verfügbarkeit von 4K-Filmen oder Serien sowie Games mit guter 4K-Unterstützung wird immer besser und die Preise für 4K-Monitore sowie TVs purzeln fleißig. Unser Guide zeigt, wie ihr 4K jetzt optimal nutzt.


4K-Monitor gegen 4K-TV

Ob 4K-Monitor oder 4K-Fernseher besser sind, ist pauschal schwierig zu beantworten. An beide Geräteklassen lassen sich alle möglichen Abspielgeräte anschließen – der gute alte Blu-Ray-Player, der PC oder die Konsole, direkter Streaming-Input vom Tablet bis hin zu integrierten Smart Funktionen beim Fernseher. Der preisliche Vorteil spricht für einen Monitor, besteht hier doch häufig eine große Differenz. Dagegen punktet der große Fernseher mit der Möglichkeit, sich auf das Sofa zu setzen und den Medienkonsum möglichst bequem anzugehen. Doch hier holen Monitore mittlerweile auf. 32 Zoll-Monitore sind bereits im Massenmarkt und damit nicht weit von kleinen Fernsehern entfernt. Ist der Sitzabstand zum Flachbildschirm nicht hoch, lässt sich auch hier in bequemen Kissen die nächste Folge suchten.

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Serien in 4k wirken durch die Details unglaublich packend. In unserem Beispiel die Serie „Daredevil“, verfügbar auf Netflix.


Ähnliche Argumente finden sich bei Spielen. Traditionell bleiben viele Konsolen-Nutzer dem Fernseher treu, PC-Gamer nutzen meist einen Monitor. Dank der hohen Auflösung von 4k ändert sich auch das langsam. Es macht einfach mehr Spaß auf ein gestochen scharfes und detailliertes Bild aus der Nähe zu schauen. Der große Monitor kann nach dem daddeln auch noch als Arbeitsfläche herhalten. Schon aufgrund der Entfernung zu den Eingabegeräten sind Fernseher hier deutlich im Nachteil. Bei CAD- und Grafikanwendungen bringt der zusätzliche Sichtbereich einen Mehrwert, die extrem scharfen Umrissen und glatten Kanten bieten die Möglichkeit Details korrekt darzustellen. Viele Monitore bieten umfangreiche Einstellungsoptionen, z.B. um den Farbbereich möglichst realistisch zu halten.

Im Vergleich liegt der Monitor hier  vorne, solange man keine hohe Zollzahl für das Rudelgucken sucht. Es gibt mehr Einsatzszenarien, in denen der Monitor verwendet werden kann.


Was ist 4k eigentlich?

4k und UHD sind Marketingbegriffe, die beide eine Auflösung von 3840×2160 Pixel beschreiben. Die 4k stellen dabei die aufgerundet ~4000 Pixel der Breitenangabe dar.

UHD steht für „Ultra High Definition“ und ist die Steigerung der bisherigen Formate, „High Definition“ (HD = 1280×720 Pixeln) und „Full High Definition“ (FHD = 1920×1080 Pixeln).

In Bezug auf Video stolpert man auch noch über die Begriffe „1080i“ bzw. „1080p“. Diese Bezeichnungen beziehen sich auf die Anzahl der Pixel in der Höhe (2160p = UHD, 1080p = FHD, 720p = HD) sowie auf die Art der Bilddarstellung – Videos mit kleinem p stellen ein Bild komplett mit 60 Frames dar, die Pendants mit dem kleinen i verwenden Interlacing (deutsch: Zeilensprungverfahren) um die Hälfte der Frames zu sparen.

Witcher 3 4K vs FullHD

Witcher 3 – Vergleich zwischen 4K/UHD-Auflösung (3.840 x 2.160) und FullHD (1.920 x 1.080). Zur besseren Vergleichbarkeit haben wir hereingezoomt und Kantenglättung abgeschaltet. Auffällig ist, wie viel besser feine Details wie Haare zur Geltung kommen.



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Die NVIDIA GTX 10er Serie bietet optimale Leistung für den UHD-Genuss am heimischen PC.


Im Fernsehbereich sieht es noch recht leer aus, die Öffentlich-Rechtlichen sowie die privaten Werbesender sind noch ein ganzes Stück von der Ausstrahlung in Ultra-HD entfernt. Hier wird teilweise noch in SD gesendet. Etwas anders sieht es bei klassischen Bezahlangeboten aus. Laut eigener Aussage arbeitet Maxdome derzeit an einem UHD-Angebot, Sky verfügt bereits über eine kleine Auswahl und dann gibt es noch die Video-On-Demand-Anbieter. Aktuell haben Amazon Prime Instant Video sowie Netflix bereits ein umfangreiches Angebot an Unterhaltung in 3840×2160 – und es wird ständig mehr.

Solange das Fernsehen noch in FHD sendet sehen wir bei der Herkunft des Contents keinen klaren Favoriten bei unserem Hardware-Duell. Beide Endgeräte können die gängigen Bildquellen darstellen und unkompliziert an die Zuspieler angeschlossen werden.

Welche Grafikkarte wird zum Abspielen von 4K benötigt?

Blu-Ray-Player oder aktuelle Konsolen stellen 4k-Inhalte bereits gut dar, doch mit einem PC ist noch mehr möglich. So ist die Maximal-Grafik von PC-Games bisher unübertroffen. Höhere Details, gute Kantenglättung, bessere Physik-Darstellung – Spiele auf Ultra-Einstellungen zu spielen stellt einige Anforderungen an die Komponenten.

Ein Beispiel für eine solide Konfiguration haben wir in unserem Video zum 1.000-Euro-Gaming-PC  zusammengefasst. Auch unsere Community hat einige Vorschläge für eine 1000€-Zusammenstellung geliefert. UHD-Content ist auch schon mit Modellen älterer Grafikkarten-Generationen möglich – bereits eine STRIX GTX 950 ist in der Lage, einen 4K-Bildinhalt darzustellen.

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Ein Bild in 3840×2160 möchte angemessen dargestellt werden, beispielsweise auf dem ASUS MG28UQ.


Der Preis ist heiß

Meist kommt am Ende der Monitor-Suche der Blick auf den Preis und der kleine Schock: „Für das gleiche Geld bekomme ich einen größeren Fernseher“. Richtig, allerdings ist es nicht ganz so einfach.

Ab 300 Euro gibt es durchaus schon einen 4k-Fernseher, der eine Größe um die 40 Zoll hat. Dieser verfügt über ein Standard-LED-Panel. Für 100 Euro mehr steht bereits der erste 4k-Monitor in den Regalen, mit 28 Zoll und ungleich schnellerem Panel. Der PB287Q verfügt über eine Reaktionszeit von 1ms (GTG) und ist somit nicht nur für Filme sondern auch für Spiele besonders gut geeignet. Hier gilt es nach den eigenen Vorstellungen abzuwägen. Allgemein unterscheidet sich der Einstieg in die UHD-Welt preislich weniger deutlich als häufig angenommen.

Hier findet ihr die günstigsten Angebote für den PB287Q

Fazit

Es hängt von dem persönlichen Anwendungsbereich ab, welcher Bildschirm besser passt. Beim Zocken und produktiven Arbeiten liegt der Monitor vorne, beim gemeinsamen Filme-schauen und bequemen „Rudelzocken“ zieht es uns vor den Fernseher. Unsere Unterscheidung in „Mehrwert“ und „4k Quellen“ gibt eine Tendenz zum Monitor. Es gibt mehr Möglichkeiten der Nutzung, Monitore gibt es in immer höheren Bildschirmgrößen und die Technik ist häufig deutlich besser. Die Unterschiede verschwinden aber zunehmend – die Monitore werden in naher Zukunft die Größe kleiner Fernseher erreicht haben und dann wird nur noch das bessere Panel und der jeweilige Preis den Ausschlag geben.

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