Rampage V Edition 10 mit Wasserkühlung

Rampage V Edition 10 mit Wasserkühlung

Für Modder, Gamer und Overclocker stellen wir einen Build Log für das Rampage V Edition 10 vor – inklusive Wasserkühlung und AURA-RGB-Beleuchtung.

In unserem Build-Guide bauen wir das individuelle Gaming-System „First Order“. Im ersten Teil geht es primär um die Planung des Build und die Wasserkühlung. In den nächsten beiden Artikeln, die bald folgen, widmen wir uns der genaueren Komponentenwahl und dem Overclocking.

Wir zeigen euch einen weiteren Gaming-PC rund um das Rampage V Edition 10 und legen den Fokus dieses Mal auf eine unkomplizierte Wasserkühlung des Boards. Unkompliziert nur dahingehend, dass wir das ganze Board mit EKs jüngst vorgestelltem EK-FB ASUS R5-E10 Monoblock bestücken. Rundherum basteln wir einen Custom Loop und zeigen die Überlegungen hinter dem High-End-PC.

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Warum das Mainboard kühlen?

Herzstück des Builds ist ein EKWB R5E10 Monoblock. Wir haben ihn ausgesucht, weil hier viele Sachen zusammenfließen und er, wenn auch gut integriert, anderen Aspekten die Show stiehlt. Eigentlich braucht das ASUS ROG Rampage V Edition 10 keine Wasserkühlung aber es ist angesichts des Boards nicht einfach nur „nice to have“: Besitzer dieser X99-High-End-Platine werden schnell feststellen, dass es schwer wird, sie zufriedenzustellen.

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Dieses Biest von einem Overclocker-Mainboard fordert geradezu nach verschwenderischem und seltenem Ambiente: Ein streng limitiertes In Win S-Frame Gehäuse zum Beispiel, davon gibt es weltweit nur 500 Stück und die Republic of Gamers greift nicht zum ersten Mal darauf zurück. Das von Babetech.de unter dem Motto „Star Wars First Order“ gemoddete Luxuscase erscheint genau passend in diesem Fall.

Die Macht sei mit dir

Zur Komponentenauswahl für unseren High-End-PC mit Wasserkühlung gehört Cras High-End-Ram von Klevv, ein gesleevtes BeQuiet Dark Power Pro 11 1200W Netzteil, zwei ASUS ROG Strix GeForce GTX 1080, eine Intel SSD 750 und eine per Nanoxia Fittings beleuchtete Hardtube-Wasserkühlung. Wir haben mit dem Star-Wars-Theme genau die richtige Optik gefunden.

Man schämt sich auch fast zuzugeben, dass unter dem riesigen Monoblock von EK Water Blocks „nur“ ein Core i7-5960X aus Intels Haswell-E-Reihe werkelt und ein kein moderner 10-Kerner. Kein AVX-Offset aber es ist ein guter Jedi – 4,6 GHz macht er locker mit und zusammen mit seiner Spannungsversorgung und dem Chipsatz bewahrt er einen kühlen Kopf.


Lasst euch Zeit und plant den Build

Apropos, wir haben überlegt, ihn mit dem „Delid Die Mate“ zu enthaupten, unser Profi dafür weilte nur leider im Headquarter in Taiwan zur Zeit des Builds. Am besten ist es, wenn man für den Aufbau eines Systems keinen Zeitdruck hat. Dann kann man sich in Ruhe mit seinem Case „unterhalten“, alle Winkel ausleuchten und für die Hardware sparen.

Übrigens könnt ihr euch in der Playlist zu unserem 10.000-Euro-PC schon mal die Grundlagen zum Modding wie das Sleeven von Kabeln, Biegen von Hardtubes und den Einbau der Wasserkühlung anschauen.

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First Order – zuerst Ordnung

Sleeving und Hardtubes verschlingen Stunden und Tage, ganz zu schweigen vom Bau eines Ausgleichsbehälters und einer neuen Lackierung des S-Frames. Wichtig beim Rechnerbau ist Sorgfalt: Die Adern des Netzteils sollten einzeln nacheinander gesleeved werden, wer zu hastig ausmisst oder gar die Polung vertauscht, darf es nochmal machen. Es ist wie mit Möbeln, je öfter man sie auseinanderbaut, umso instabiler wird es. Bei jedem Abschrauben kratzen Fittinge über die Verrohrung, jedes Einschrauben geht auf die Gewinde.

Der EK-Monoblock ist im Vergleich zum Rest relativ schnell eingebaut. „Relativ“ bedeutet: Geübte Hände packen das in einer Stunde ohne Hast. Man kann Wärmeleitpaste draufkleksen oder aber dünn, gleichmäßig und damit optimal verteilen. Alle Kühlerschrauben sollten mehrfach vorsichtig angezogen werden, damit ein solch großer Block nicht schief aufliegt… Ein Zeitplan kann helfen. Bei Wasserkühlungen gilt ein berühmtes Stichwort: Nach ganz fest kommt ganz locker.

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„Tu es oder tu es nicht. Es gibt kein Versuchen“

Damit liegt der liebe Yoda ganz schön falsch. Für manche Mods braucht es reihenweise Versuche, bis es getan ist oder gelassen wurde. Kauft euch am besten 60 bis 70 Meter Sleeves, genug Schrumpfschläuche, sechs bis sieben Meter Rohr und auch ein paar Adapter und Fittinge auf Vorrat. Aber kommen wir endlich zum eigentlichen Plan, was zu tun ist: 1. Case und Look, 2. Hardware, 3. Kühlung und 4. Software, OC, Optimierung.

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  • Case – In Win S-Frame der ersten Ordnung

Sucht euch ein schnittiges Gehäuse und informiert euch vorab beim Hersteller, in Build-Logs wie bei Singularity Computers oder Owners-Threads über die Eigenheiten. Was haben die anderen da so reingebaut? Ihr könnt euch so Inspiration holen und auch schon einen bestimmten Look festlegen. Industrial oder organisch? Hell oder dunkel? Glamour oder Understatement?

In unserem First Order-Mod herrscht poetisch ausgedrückt zum Beispiel diktatorische Strenge. Das Regime tiefschwarzen Understatements wird nur durch die Strahlkraft von Energie und Macht durchbrochen. Verwendet werden ausschließlich schwarze Sleeves und Schrauben, Akzente setzen die beleuchteten 16/13mm-Tubes, der Ausgleichsbehälter mit ASUS-AURA-RGB-Strip, die Klevv Cras-Ramriegel und das viele Acryl-/Echtglas schon genug.

In Win produziert nicht nur streng limitierte Ausnahme-Gehäuse und die trendige Kombination Aluminium/Echtglas findet man mittlerweile auch bei anderen Herstellern im deutlich niedrigeren Preissegment. Wir wollten uns in dem Fall aber nicht damit zufriedengeben, man liegt so wie man sich bettet. In 15-fach handgebogenem, massivem Aluminium mit leichter Bürstung in Perlschwarz. Mit getöntem Echtglas rund um den Open Frame. Schaut es euch einfach mal an:


 

Vom Profi gemoddet

Gemoddet hat Stefan Blass von Babetech.de. Er hat als Fan der imperialen Junta First Order deren Logo auf das leicht umlackierte Case gebracht, einen Plexiglas-Ausgleichsbehälter und eine Radiatorblende gebaut sowie den Pumpendeckel gefräst. Diese Aufgaben überlassen wir lieber den Profis. Es muss nicht gleich ans Fräsen, Bohren und Lackieren gehen, man kann auch als Einsteiger unter den System-Buildern einen individuellen Look in vielen Details durchsetzen.

Die finstere Star-Wars-Optik wird von uns mit schwarzen Paracord-Sleeves aufgegriffen. Wie die matten Oberflächen halten sich so die Kabel und Stecker zurück, um der Hardware und den umfangreichen Beleuchtungseffekten Raum zu geben. Solche Überlegungen muss man anstellen, um nachher nicht mit einem Bling-Bling-Case dazustehen. Puristen können anmerken, dass hier und da Sleeves in anderem Schwarz auftauchen. Man muss aber auch mal einen Punkt machen.

Sowohl die drei Coolermaster Jetflo Lüfter als auch die Nanoxia-Fittinge leuchten in Rot und können aber über einen Aquaero 6 Pro gesteuert werden. Dessen grünes PCB nervt, auch hier waren wir faul. Der Klevv-Ram überstrahlt in zentraler Position und ist mit seiner Symmetrie der Blickfang rund um den massiven Monoblock.

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ASUS Aura mit vorhandener Beleuchtung kombinieren

Das Rampage V Edition 10 ist mit AURA-RGB-LEDs ausgestattet und liefert an der kompletten Unterseite, den PCIe-Arretierungen und dem Kühlblock auf dem I/O-Shield anpassbare Effekte. Über den RGB-Header auf dem Board und angeschlossenem, Aura-kompatiblem Cablemod RGB-Strip werden der Ausgleichsbehälter und das Frontpanel beleuchtet. Reicht dann auch mal und lässt sich auch alles runterdimmen für Freunde dezenterer Optik.

Insgesamt hält sich der First Order PC an vielen Stellen zurück, um an anderen zu übertreiben. Frontpanel, Ausgleichsbehälter, Wasserblöcke, RAM und Board leuchten rot, strahlen aber nicht sonderlich stark. Das Konzept sieht vor, dass die Komponenten selber leuchten und nicht von starken Stripes beleuchtet werden. Der Build ist clean, mächtig und optisch keineswegs überladen.

An Board durften nur ausgewählte Hersteller, stilistisch eher „Empire of Gamers“ als „Republic“. Das Farbkonzept ist überschaubar und das Ziel wurde konsequent verfolgt. Darth Maul oder Kylo Ren würden an so einem PC zocken. So mächtig kann die dunkle Seite sein.

Im nächsten Teil des Guides, der in Kürze auf unseren Blog veröffentlicht wird, wollen wir genauer auf die Hardware-Komponenten eingehen.

 

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