Flüssiger zocken – die Vorteile von 144 Hertz-Monitoren

Flüssiger zocken – die Vorteile von 144 Hertz-Monitoren

Man sieht keinen Unterschied zwischen 60, 144 oder 240 Hertz, heißt es oft – ein Mythos, den es zu beenden gilt! Wir verraten Euch, wieso Monitore mit hoher Bildwiederholfrequenz nicht nur für Pro-Gamer ein echter Vorteil sind und weshalb Frameraten von 30 FPS und weniger für echte Gamer kein Thema sein sollten. 



Wer einen Monitor mit 144 oder gar 240 Hertz Bildwiederholfrequenz (wie den ASUS ROG Swift PG279Q) zum ersten Mal anschließt, wird schon auf dem Windows-Desktop den ersten Unterschied bemerken: Wenn Ihr den Mauszeiger über den Bildschirm schubst, läuft dieser spürbar flüssiger, als es auf einem herkömmlichen Office-Monitor mit 60 Hertz der Fall ist. Noch deutlicher wird der Effekt, wenn Ihr ein Fenster verschiebt, also beispielsweise Euren Browser. Während schnelle Bewegungen auf einem 60 Hertz-Monitor zu sichtbaren Verzerrungen bzw. Schlierenbildungen führen, flutschen die Fenster mit 144 Hertz butterweich über den Schirm.

Doch natürlich holt sich niemand einen 144 Hertz-Monitor wie den ASUS MG248Q, um seine Word-Fenster flüssiger zu verschieben. Die eigentlichen Vorteile der hohen Bildwiederholfrequenz entfalten 144 und 240 Hertz-Monitore vor allem in schnellen Spielen. Doch was genau bringt eine Bildwiederholfrequenz von 144 Hertz und mehr beim Gaming? Eine ganze Menge – lest einfach weiter!


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FPS vs. Hz – was ist der Unterschied?

Um die Vorteile von einer höheren Bildwiederholfrequenz zu erklären, ist es zunächst wichtig, zwischen der Bildrate in Spielen und der Bildwiederholfrequenz von Monitoren zu unterscheiden. Grundsätzlich geben beide im Prinzip über die selbe Sache Auskunft, nämlich: Wie oft wird etwas pro Sekunde dargestellt?

Die Bildrate in Games wird in „Frames per second“ (Bilder pro Sekunde) oder auch „FPS“ angegeben. Sie hängt davon ab, wie viele Bilder Eure Grafikkarte rendern und ausgeben kann. Prinzipiell gilt: Je mehr FPS, desto flüssiger läuft das Spiel.

Das ist aber nur die halbe Miete, denn die errechneten Frames müssen ja noch auf dem Monitor ausgegeben werden. Hier kommt die „Hertz“-Zahl ins Spiel. Diese gibt an, wie viele Bilder in der Sekunde ein Monitor maximal ausgeben kann. Während klassische Office-LCDs mit 60 Hertz arbeiten, bieten vollwertige Gaming-Monitore wie der ASUS MG248Q mindestens 144 Hertz, das Top-Modell ASUS ROG Swift PG258Q sogar 240 Hertz. Diese stellen also pro Sekunde mehr als doppelt so viele Bilder dar, als ihre Office-Kollegen.

Wie spielen FPS und Hertz-Zahl zusammen? Das ist relativ einfach erklärt: Je mehr Hertz Euer Monitor darstellt, desto flüssiger wird das Spielempfinden. Okay, ganz so einfach ist es dann doch wieder nicht, spielen doch auch hier diverse Faktoren zusammen. Beispielsweise fließt auch die Reaktionszeit ein, in der Euer Monitor einen Farbwechsel durchführen kann, ebenso wie die diversen Methoden zur Reduzierung von Flackern und Bewegungsunschärfe. Unsere Gaming-Monitore kombinieren mehrere Technologien, um ein absolut flacker- und ruckelfreies Gameplay zu ermöglichen.

Ein gutes Beispiel dafür, dass man ohne Weiteres den Unterschied zwischen 60, 120, und 144 Hertz erkennen kann, liefert TotallySilencedTech in seinem Blindtest mit dem ASUS ROG Swift PG278Q:




Mythos: Das Auge und die XY Bilder pro Sekunde

Warum also sind höhere Bildraten wichtig, auf die vor allem Spieler schneller Ego-Shooter wie Counter-Strike: Global Offensive oder andere Pro-Gamer so viel wert legen?

Immer mal wieder liest man in Diskussionen, dass das menschliche Auge doch ohnehin nicht mehr als 24/30/XX Bilder pro Sekunde verarbeiten kann. Mit Verlaub und einer freundlichen Entschuldigung an alle so argumentierenden Diskutanten: Das ist Quatsch. Das menschliche Sehen und die damit verbundenen Mechanismen sind hochkomplex und lassen sich nicht einfach mit irgendwelchen FPS-Zahlen erklären.

Der Mythos, dass 24 Bilder pro Sekunde genügen, kommt vor allem vom Film: Seit den Anfangstagen des Kinos sind 24 Bilder pro Sekunde Standard, und dennoch würde kaum jemand behaupten, dass schnelle Actionstreifen im klassischen Sinne ruckeln. Bei der Argumentation wird allerdings häufig vergessen, dass Filme mit Bewegungsunschärfe gearbeitet wird, die das Ruckel-Empfinden deutlich reduziert. Einige Regisseure wie James Cameron und natürlich Peter Jackson [denkt nur an die mit 48 Bildern pro Sekunde gedrehten (auch HFR genannt) Hobbit-Filme] sehen das allerdings anders und setzen sich für eine höhere Standard-Framerate im Kino ein.

Hinzu kommt, dass Filme, Serien und alles, was sonst noch in TV und Kino läuft, mit einer konstanten Bildrate abgespielt werden. Das gilt im Gaming nicht – zumindest nicht am PC. Das ist aber noch nicht alles: Während Bewegungen je nach Auge wirklich bereits im Bereich zwischen 25 bis 60 Bildern pro Sekunde als flüssig wahrgenommen werden, spielen beim Sehen noch unzählige andere Faktoren eine Rollen. Beispielsweise verarbeitet das Gehirn Farbwechsel und Änderungen bei hohen Bildraten ganz anders als bei niedrigen. Neben Bewegungen spielen auch Änderungen des Bildinhalts eine Rolle.

So haben Studien bewiesen, dass Menschen sogar dann eine Änderung im Bild erkennen, wenn diese gerade einmal 13 Millisekunden eingeblendet werden. Wären 24 oder auch 30 Bilder pro Sekunde das Maximum, was Euer Auge verarbeiten kann, würde dies nicht funktionieren. Denn: bei 30 FPS wird gerade einmal alle 33 Millisekunden ein neues Bild erzeugt. Ein 144 Hertz-Monitor hingegen baut alle 6,9 Millisekunden ein neues Bild auf, einer mit 240 Hertz sogar alle 4,2 Millisekunden.

Ihr seht: Das menschliche Sehen lässt sich nicht einfach mit einer einfachen „so viel FPS sind sichtbar“-Methodik abspeisen, da hierbei unzählige Faktoren eine Rolle spielen.




Tearing und Bewegungsunschärfe und Input-Lag adé!

Vor allem hässliches Tearing, nervige Bewegungsunschärfe und gefährlicher Input-Lag gehört auf Monitoren mit 144 oder 240 Hertz der Vergangenheit an. Besonders beiden letztgenannten Punkte wirken sich nicht nur auf die Optik aus, sondern beeinflussen auch das Gameplay entscheidend zum Negativen.

Das Wort „Tearing“ hat nichts mit Tränen zu tun, sondern stammt vom englischen Verb „to tear“ („zerreißen“) ab. Im Bezug auf Gaming seht Ihr diesen Effekt vor allem dann, wenn Eure Grafikkarte mehr FPS liefert, als Euer Monitor darstellen kann. In diesem Fall passiert es, dass der Monitor versucht, zwei Bilder gleichzeitig auszugeben, die dann vertikal geteilt leicht versetzt erscheinen – der Bildinhalt zerreißt und es kommt zu hässlichen Artefakten.

Auf 60 Hertz-Monitoren wird dieser Effekt vermieden, indem in den Grafikkarteneinstellungen das so genannte „VSync“ aktiviert wird. Ist dies der Fall, wird die Grafikkarte gewissermaßen auf 60 Frames pro Sekunde ausgebremst, da sie mit der Bildausgabe wartet, bis der Monitor wieder bereit ist. Das verhindert Tearing, hat aber gleich zwei gravierende Nachteile: Technisch bedingt kommt es zu starken Rucklern, wenn die Framerate unter die 60 FPS fällt, da die Framerate durch Vsync auf einen Teiler von 60 reduziert wird. Das bedeutet: Schafft Eure Grafikkarte in einer Spielsituation „nur“ 50 FPS, werden trotzdem nur 30 Hertz ausgegeben, da es sonst wieder zu Tearing kommt. Noch schlimmer ist der durch Vsync entstehende Input-Lag, also eine Verzögerung, die zwischen der Ausführung Eurer Aktion an Maus und Tastatur und der sichtbaren Umsetzung auf dem Monitor entstehen.


Beispiel für "Tearing"

Ein Beispiel für den „Tearing“-Effekt.



Der Grund dafür: Auch mit VSync rendert die Grafikkarte ja mehr Bilder pro Sekunde, diese werden aber nicht auf dem Monitor angezeigt, sondern müssen warten. Was Gelegenheitsspielern vielleicht kaum auffällt kann in Turnieren im wahrsten Wortsinne tödlich sein. Nvidia und AMD haben mit G-Sync bzw. FreeSync Lösungen für dieses Problem parat: Bei beiden Technologien wird die Framerate des Spiels mit der Bildwiederholfrequenz des Monitors angeglichen, was Tearing und Input Lag ausmerzt. Das Problem: Sowohl G-Sync als auch FreeSync funktionieren jeweils nur, wenn Monitor und Grafikkarte auf die gleiche Technologie setzen (beispielsweise der ASUS ROG Swift PG278Q mit G-Sync und Nvidia-Grafikkarten oder der MG248Q mit FreeSync für die AMD-Fraktion).

Ein 144 oder 240 Hertz-Monitor verhindert aber auch ohne Grafikkarten-abhängige Technologien, dass Input-Lag durch VSync zum Spielspaß-Killer wird – und das, obwohl das Screen Tearing nach wie vor vorhanden ist. Durch die wesentlich höhere Bildrate (Ihr wisst schon: Ein neues Bild alle 4 Millisekunden) wird die Wahrnehmbarkeit des Tearings auf ein so geringes Maß resultiert, dass selbst „Goldaugen“ es faktisch nicht mehr sehen können.

Vor allem schnelle Genres wie Shooter oder Rennspiele profitieren außerdem davon, dass die Bewegungsunschärfe – das so genannte „Motion Blur“ – in Spielen reduziert wird. Anders als im Film ist Motion Blur in Spielen nämlich nur in den seltensten Fällen wünschenswert. Auf einem 144 bzw. 240 Hertz-Monitor wird damit vor allem das Zielen, aber auch die schnelle Unterscheidung zwischen Freund und Feind deutlich einfacher, als es bei Bildraten von 60 oder gar nur 30 FPS der Fall ist. Die ASUS-Gaming-Monitore nutzen verschiedene Methoden, um Motion Blur vollständig den Gar auszumachen.

Deutlich wird dies zum Beispiel in diesem YouTube-Video, auch wenn hier „nur“ 60 und 120 Hz verglichen werden:




Online-Tests: So wirken sich die Frameraten aus

Neben diversen YouTube-Videos gibt es auch einige spannende Online-Tests, mit denen Ihr die Auswirkungen von Tearing, Bildstottern und Lags auf Eure persönliche Wahrnehmung testen könnt. Am besten funktioniert dies natürlich, wenn Ihr die Tests direkt auf einem Monitor mit 144 Hertz Bildwiederholfrequenz laufen lasst. Doch auch auf „einfachen“ 60 Hertz-LCDs lassen sich einige Effekte gut verdeutlichen.

Interessant ist zum Beispiel der „UFO-Test„. Hier bewegen sich zwei UFOs über den Bildschirm, wobei sich eines mit 60 und eines mit 30 Bildern pro Sekunde bewegt. Über einen Regler könnt Ihr die Geschwindigkeit der UFOs festlegen. Ihr werdet merken: Desto schneller die Bewegung, desto deutlicher ist ein Ruckeln wahrzunehmen. Wenn Euch wieder einmal ein Konsolen-Fan erzählen möchte, dass 30 FPS völlig ausreichend zum Zocken sind, schickt Ihn einfach auf diese Seite 😉 Analog dazu könnt Ihr das ganze auch mit scrollendem Text oder einem Lauftext anzeigen lassen.

Noch deutlicher werden die Unterschiede zwischen den verschiedenen Bildraten beim „Sphere-Test„. Hier könnt Ihr verschiedene Objekte mit unterschiedlichen FPS-Einstellungen über den Bildschirm jagen. Solltet Ihr bereits mit einem Monitor arbeiten, der mindestens 120 Hertz liefert, könnt Ihr dabei auch „120 fps“ aus den Einstellungen auswählen. Wer diesen Test einmal auf einen passenden Monitor durchgeführt hat, wird nicht mehr an den Vorteilen von Displays mit hoher Bildfrequenz zweifeln. Gaaaaaanz wichtig: Damit die hohe Bildrate unter Windows auch optimal ausgenutzt wird, müsst Ihr gegebenenfalls die entsprechenden Treibereinstellungen anpassen. Wie das geht, erfahrt Ihr zum Beispiel hier.


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Wer profitiert von 144 Hertz?

Auch wenn Monitore mit 144 Hertz eine ganze Reihe von Vorteilen bieten, profitieren nicht alle Spielegenres im gleichen Maße davon. Wie schon erwähnt sind vor allem Gamer im Vorteil, bei denen es um Entscheidungen im Millisekundenbereich geht. In Counter-Strike:GO werdet Ihr den Unterschied zwischen 60 und 144 Hertz ebenso schnell merken, wie in flotten RTS- oder MOBA-Titeln oder auch Rennspielen wie Project Cars oder GRID 2.

Weitaus weniger spannend ist die hohe Hertz-Zahl, wenn Ihr vornehmlich ruhigere Genres wie (Online-)Rollenspiele, Rundenstrategie oder auch Sporttitel zockt. Gerade RPGs wie The Witcher 3 bieten sogar aus Gründen der Immersion ein absichtliches Motion Blur, sodass ein Effekt der schnellen Displays ohnehin außer Kraft gesetzt wird. Zudem geht es in solchen Titeln nur selten um wirklich schnelle Reaktionen, wie es bei Online-Shootern etc. der Fall ist. Aus diesem Grund bieten die ASUS-Monitore die Möglichkeit, den 144 Hertz-Modus auf Wunsch nur per Turbotaste zu aktivieren – so zockt Ihr je nach Genres mit der optimalen Bildwiederholfrequenz.

Unabhängig von den technischen Aspekten darf auch nicht unerwähnt bleiben, dass jeder Mensch über eine individuelle Wahrnehmung verfügt. Das bedeutet, dass manche Betrachter sehr viel „allergischer“ auf Ruckler oder Bewegungsunschärfe reagieren, als andere. Wer einmal einen Filmabend mit Freunden auf einem Fernseher mit Motion Blur-Modus mitgemacht hat, weiß, wovon wir reden: Manche TVs rechnen das Filmmaterial so um, dass die Bewegungen ähnlich „weich“ erscheinen, wie es bei Peter Jacksons in 48 FPS gefilmter Hobbit-Trilogie der Fall ist. Was bei Spielen von Vorteil ist, empfinden viele Betrachter bei Filmen als unpassend, während andere den Unterschied kaum wahrnehmen.


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Fazit: Mehr Hertz für Gamer!

Wie schon gesagt: Wer einmal ein schnelles Game mit 144 oder gar 240 Hertz gezockt hat, will nicht mehr zurück. Besonders der Blick auf die aktuelle Konsolengeneration, die (allem Fanboytum zum Trotz 😉 ) häufig nur 30 FPS als flüssig verkaufen will/muss, ist der Zugewinn an flüssigem Gameplay auf einem Profi-Monitor wie dem ASUS ROG Swift PG279Q Gold wert. Wenn Ihr Zweifel habt, stattet dem Elektromarkt Eures Vertrauens einen Besuch habt und lasst Euch vor Ort die Vorteile von 144 Hertz und mehr demonstrieren – entweder über die verlinkten Demos oder direkt in einem Spiel.

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