ASUS GPU Tweak II – Top 5 Tipps

ASUS GPU Tweak II – Top 5 Tipps

Mit dem GPU Tweak II Tool hat ASUS für alle Besitzer aktueller Grafikkarten – sowohl für Gamer als auch ’normale‘ User – einen potenten und zugleich einfach gestalteten GPU-Werkzeugkasten bereitgestellt. Dieses Tool eignet sich dabei nicht nur zum Übertakten oder für die Anpassungen der Lüftersteuerung, sondern bietet zusätzliche Optionen.


ASUS ROG Strix GTX 1060 6Gb OC

Die auf Pascal-Architektur basierende ROG Strix GTX 1060 hat einigen Spielraum für Übertakter.

Dazu gehört neben einer Echtzeitüberwachung der wichtigsten Parameter der Grafikkarte auch das Bereitstellen von Informationen über die GPU sowie über das eingesetzte BIOS. Heute werden die Top 5 Tipps für das GPU Tweak II Tool von ASUS kurz vorgestellt, die jeder sofort zuhause mit seiner Grafikkarte nachmachen kann.


Tipp 1 – Das Overclocking

Anhand der ASUS ROG Strix GTX 1060 6GB OC möchten wir euch die Funktionen von ASUS GPU Tweak II näherbringen. Man muss hier anführen, dass GPU Tweak II natürlich für nahezu sämtliche aktuellen Grafikkarten eingesetzt werden kann. Die hier eingesetzte ROG Strix GTX 1060 ist nur ein Beispiel für solch eine Karte. Daher bietet das ASUS GPU Tweak II Tool die Möglichkeit, selbst Hand an die Taktraten für den Grafikchip als auch für den Speicher zu legen. Hier sollte beachtet werden, dass man zuerst in den professionellen Modus wechselt muss. Hier kann man die Einstellungen besser tätigen.

Das Overclocking-Tool GPU-Tweak II erlaubt schnelle und einfache Übertaktungsmöglichkeiten.

Das Overclocking-Tool GPU-Tweak II erlaubt schnelle und einfache Übertaktungsmöglichkeiten.


Besonders interessant ist hier der GPU-Boost Takt. Der Boost-Takt ist der Takt, der unter Last anhand von verschiedenen Parametern, wie Temperatur oder Leistungsaufnahme der Grafikkarte, an den Grafikchip angelegt wird. Dazu mehr in Tipp 2 – Das Power Target. Vor dem Übertakten kann man sich die im GPU Tweak II hinterlegten Profile genauer ansehen. An diesen kann man sich ungefähr orientieren, was die einzelnen Parameter betrifft. Die drei Profile sind vor allem für die Benutzer von Bedeutung, die selbst erst einmal keine großen Einstellungsänderungen tätigen möchten.



Selbst Übertakten

Beim einfachen Übertakten sollte darauf geachtet werden, es am Anfang nicht zu übertreiben. Zu hohe Taktraten – gleichgültig bei welcher Karte – führen zu Abstürzen oder im harmlosesten Fall zu Grafikfehlern. Beim eigentlichen Grafikchip ist das Übertakten von zentraler Bedeutung, da dieser die eigentliche Arbeit macht.

So einfach geht übertakten mit dem GPU Tweak II.

So einfach geht übertakten mit dem GPU Tweak II.



Die Performance profitiert zwar auch etwas von einer erhöhten Bandbreite durch übertakteten Grafikspeicher, jedoch macht sich bei den meisten Spielen ein höherer GPU-Takt deutlicher bemerkbar als ein Erhöhen des Speichertakts.

Boost

Hier seht ihr den Boost-Takt der ROG Strix GTX 1060 vor und nach dem Overclocking.


Ein weiterer Pluspunkt beim GPU Tweak II: die Spannung für den Grafikchip kann ebenfalls nach oben angepasst werden, was je nach der Güte der GPU in einem noch besseren Übertaktungsverhalten resultiert.

Hier sieht man die Verbesserungen durch simples Software-Overclocking

Hier sieht man die Verbesserungen durch simples Software-Overclocking


Von Bedeutung ist auch, dass es trotz der umfangreichen Möglichkeiten des ASUS GPU Tweak II nicht möglich ist, die Spannung beliebig hoch zu setzen. Dies ist nämlich eine einfache Vorkehrung zum Schutz der Grafikkarte vor einer Beschädigung. Jedoch bietet die ASUS ROG Strix GTX 1060 6Gb OC bei den Taktraten trotzdem noch einem netten Spielraum nach oben.
Wie man bei ‚The Witcher 3‘ sehr schön sehen kann, hat die Karte trotz des kleinen OC’s nicht unbedingt deutlich mehr Takt als vor der Übertaktung: dies liegt am Power-Target.

Witcher 3 Screen

„The Witcher 3“ eignet sich hervorragend um aktuelle Grafikkarten auszureizen.


Dieses schützt die Karte vor Überhitzung und zu hoher Stromaufnahme. Natürlich lässt sich im GPU Tweak II auch dieser Parameter nach oben in gewissen Grenzen anpassen.



Tipp 2 – Das Power Target

Das Powertarget läßt sich auch im ASUS GPU Tweak II nach oben verschieben. Wie man im Tool erkennen kann, gibt es die beiden Module: Power Target und Temp Target. Dies beiden sind von Haus aus miteinander synchronisiert. Das heisst, ein Änderung der Parameter des einen Moduls bedingt eine entsprechende Änderung des anderen – was am Anfang auch so belassen werden sollte. Ein kleiner Test demonstriert mal ganz ohne OC von Speicher und Grafikchip, was das Power Target macht. Stellt man es auf den höchsten Wert, den der ASUS GPU Tweak II zulässt, erkennt man im Spiel, das sich der Boost-Takt im Vergleich zu den Standard-Settings etwas erhöht hat. Dies kann sich jedoch von Anwendung zu Anwendung ändern.

Target OC

Anpassungen des Power Targets wie auch des Temperatur Targets sind moeglich.


Aber es wird im Benchmark in Tipp 1 schon ersichtlich, dass die von uns in Tipp 1 eingestellten Einstellungen mit dem ASUS GPU Tweak II erst richtig die FPS steigern, wenn man im gleichen Zug noch das Power Target nach oben schraubt. Man kann also feststellen: das Power Target ist das Zünglein an der OC Waage!



Tipp 3 – Die Lautstärke

Der Kühler der ASUS ROG Strix GTX 1060 6GB OC ist zwar von Haus aus schon sehr potent, jedoch kann man mit dem ASUS GPU Tweak II noch mehr rausholen. Die Hersteller setzen von Haus auf meistens eher auf eine konservative Lüftersteuerung um einen guten Ausgleich zwischen Lautstärke und den maximal möglichen Temperaturen herzustellen. Dies ist meistens auch der Mittelweg, was Geräuschentwicklung und Kühlleistung anbelangt. Die ASUS Karte ist nicht laut, jedoch stören sich empfindliche Ohren vielleicht trotzdem an dem leisen Rauschen. Mit dem ASUS GPU Tweak II ist es nun möglich, diesem „Problem“ auf den Leib zu rücken.

ASUS ROG Strix GTX 1060 6GB OC

Die insgesamt drei Lüfter der ROG Strix GTX 1060 ermöglichen bestmögliche Kühlleistung vor allem bei hoher Last.


Es gibt hier zwei Varianten:

  • Man kann hier entweder die Lüfterdrehzahl senken und so höhere Temperaturen in Kauf nehmen um Ruhe zu haben.
  • Man macht das Gegenteil, Erhöhung der Lüfterdrehzahl und weniger Temperaturen. Letzteres ist meistens bei Overclocking von Vorteil.

 

Der ASUS GPU Tweak II bietet natürlich neben einer einfachen Anpassung der Lüfterdrehzahl, natürlich auch die Möglichkeit eine eigene Lüfterkurve anzufertigen. Das geschieht bei den Lüfteranpassungen mit einem Klick auf das kleine Zahnrad.

ASUS GPU tweak Ii ermöglicht es auch die Lüfterkurve anzupassen.

ASUS GPU tweak Ii ermöglicht es auch die Lüfterkurve anzupassen.


Hier kann man nun auf einem Koordinatensystem aus X- und Y- Achse, die Lüftergeschwindigkeit in % an die jeweiligen Temperaturschwellen anpassen. Es ist hier möglich, die Lüfterkurve mit so vielen Punkten anzupassen, wie man es persönlich gerne haben möchte. Es bietet sich hier also die Möglichkeit die Lüfterkurve sehr fein, jedoch auch sehr grob anzupassen. Da die ASUS ROG Strix GTX 1060 6Gb OC die Lüfter nur ab einer gewissen Temperatur einschaltet, steigt die Lüftersteuerung gleich bei 40% ein und nicht z.B. bei einem 1%.

 

Lüfterkurvenanpassung im ASUS GPU Tweak II

Lüfterkurvenanpassung im ASUS GPU Tweak II

 

Es folgt eine kleine Tabelle mit den RPM-Werten bei prozentualen Lüftereinstellungen. Diese dient als Beispiel, man kann auch beliebige Werte einstellen.

Drehzahlen der Lüfter bei verschiedenen Prozenteinstellungen

Drehzahlen der Lüfter bei verschiedenen Prozenteinstellungen



Tipp 4 – Die Echtzeitüberwachung

ASUS GPU Tweak II

Das Tool GPU Tweak II ermöglicht einfaches Monitoring eurer GPU-Funktionen.

Der ASUS GPU Tweak II bietet nicht nur viele Möglichkeiten, was die Feinanpassung der Leistung der Karte angeht, sondern auch eine Echtzeitüberwachung mit einer „Log“ Funktion. Damit ist es in der Praxis möglich, Daten der Grafikkarte anzusehen. Dazu gehören Boost-Takt, Temperatur oder Speicherauslastung, die während eines Spiels aufgezeichnet werden und sich später angesehen werden können. Das Fenster befindet sich im ASUS GPU Tweak II Links.



Tipp 5 – Live-Tools & Zusatzfeatures

Weiterhin verfügt das GPU Tweak II Tool über ein integriertes GPUZ. Dieses kleine Tool zeigt sämtliche wichtige Parameter der eingebauten Grafikkarte. Das ist besonders bei OC-Einstellungen von großem Vorteil. So kann man gleich einen Blick auf die übernommenen Einstellugnen werfen. Die Live-Update Funktion hält nicht nur den GPU Tweak II auf dem aktuellsten Stand, sondern auch die eingebaute ASUS Grafikkarte. Lästiges Suchen nach aktuellen Versionen des GPU Tweak II oder eines neuen Grafikkarten-BIOS sind somit hinfällig.

ASUS AURA

Mit AURA RGB könnt ihr euren PC farblich an eure Wünsche anpassen.


Da die Strix Grafikkarten von ASUS über die „AURA“ Beleuchtung verfügen, kann diese mit dem GPU-Tweak ebenfalls nach den eigenen Wünschen angepasst werden. So kann die Karte den anderen Komponenten im System angepasst werden. Wer gerne seine besten Spielmomente aufnehmen möchte oder sogar gleich streamen will, auch dem bietet der GPU Tweak II Möglichkeiten.

Mit dem XSpit Gamecaster im GPU Tweak II gleich eine integrierte Möglichkeit dazu.


ASUS GPU Tweak II findet ihr im:
Downloadbereich eurer Grafikkarte


Fazit

ASUS gibt Endbenutzern mit dem GPU Tweak II Tool ein mächtiges Werkzeug an die Hand. Dies ist sowohl für Einsteiger als auch für Fortgeschrittene geeignet. So kann jeder seine Grafikkarte genau an seine Bedürfnisse anpassen, was auch immer man will: das letzte Quentchen an Performance oder ein schneller Leisetreter wie eben die Strix.

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