ROG Spiele-Test: Far Cry: Primal (PC)

ROG Spiele-Test: Far Cry: Primal (PC)

Mit hervorragender PC-Grafik wagt Ubisoft den Ausflug in die Steinzeit. Bei Far Cry: Primal erkundet ihr eine fremde Welt voller Gefahren, in welcher der Mensch nicht an der Spitze der Nahrungskette steht – eine Zeitreise, die sich lohnt!


Der wahre Star in Far Cry Primal ist die Welt Oros: Das liegt einerseits am frischen Steinzeit-Szenario, das Ubisoft für das Spiel wählte. Nach üblichen Spielwelten wie dem zweiten Weltkrieg, der Zombieapokalypse und düsteren Zukunftsvisionen bekommt ihr bei Far Cry: Primal einen Schauplatz serviert, der sich unverbraucht anfühlt und allein deswegen schon fasziniert. Doch auch Oros begeistert mit seiner beeindruckenden Optik: Die Entwickler von Ubisoft Montreal gingen mit viel Fingerspitzengefühl ans Werk und stopften die offene Spielwelt randvoll mit malerischen Kulissen und zahlreichen Details. Hier werdet ihr gerne eure Zeit verbringen.


Jedenfalls bis die Nacht anbricht. Dann verwandelt sich Oros in einen noch gefährlicheren Ort. Habt ihr schon tagsüber mit hungrigen Raubtieren zu kämpfen, werdet ihr es euch nachts zweimal überlegen, das eigene Versteck ohne Fackel zu verlassen. Die erhellt nicht nur die Umgebung, sondern wehrt auch Wolfsrudel und andere gefährliche Tiere ab. Trotzdem solltet ihr weiterhin vorsichtig sein: Begegnet ihr zum Beispiel einem Bären, dann hilft auch die eindrucksvollste Fackel nicht. 

In Far Cry Primal könnt ihr zusammen mit euren tierischen Gefährten auf die Jagd gehen.

In Far Cry Primal könnt ihr zusammen mit euren tierischen Gefährten auf die Jagd gehen.


Bei Story und Charakteren setzt Far Cry: Primal keine neuen Maßstäbe, aber das war auch nicht zu erwarten, denn im Vordergrund stehen knallharte Steinzeit-Kämpfe in einer absolut beeindruckenden und einzigartigen Spielwelt. Um die vielen spannenden Quests zu verbinden eignet sich die Geschichte von Far Cry: Primal auf jeden Fall. Dabei gibt nicht mehr diese eine Haupt-Quest, die ihr verfolgen müsst, um das Ende des Spiels zu erleben. Stattdessen sind die Missionen, die ihr von anderen Charakteren bekommt, allesamt gleich wichtig. Egal ob ihr euch gegen rivalisierende Stämme wehrt oder legendäre Tiere jagt: Ihr entscheidet selbst, was ihr in Far Cry: Primal erleben wollt.

Die letzte Hoffnung der Wenja
Fest steht, dass ihr in der Rolle von Takkar euer Volk der Wenja wieder zusammenraufen müsst. Erfolgreich absolvierte Missionen bescheren euch Erfahrungspunkte und neue Dorfbewohner. Haben sich genügend davon angehäuft, lassen sich die Hütten der wichtigsten Wenja aufwerten, was euch neue Vorteile verschafft. Ihr habt zwar keinen Einfluss auf die Gestaltung eures Dorfes, trotzdem ist es schön, den Fortschritt eures Spiels in dieser Form zu sehen.

ROG-Hardware-Empfehlungen:
CPU: Intel Core i5-6400
Mainboard: ASUS ROG Maximus VIII Ranger
Grafikkarte: Strix Geforce GTX 970 oder Strix Radeon R9 390
Speicher: 8 GByte RAM
Festplatte: 20 GByte
Betriebssystem: Windows 64-Bit (ab Windows 7)


Die PC-Version von Far Cry: Primal sieht besonders beeindruckend aus.

Die PC-Version von Far Cry: Primal sieht besonders beeindruckend aus.


Klassisches Gameplay mit neuen Elementen
Um sich dieser Herausforderung erfolgreich zu stellen, bedient sich Takkar einer besonderen Eigenschaft: Er kann wilde Tiere zähmen, 17 an der Zahl. Alle besitzen besondere Eigenschaften. Auch wenn der Zähmvorgang insgesamt relativ einfach ausfällt, wertet diese Gameplay-Mechanik Far Cry Primal auf. Nicht alle Raubtiere sind gleich wichtig. Vielmehr werdet ihr mit der Zeit einigen wenigen euer Vertrauen schenken. Ein Bär eignet sich beispielsweise gut für offene Kämpfe und mit einem Jaguar infiltriert ihr lautlos Außenposten.

Apropos Außenposten: Ubisoft bedient sich natürlich auch an klassischen Far-Cry-Elementen und befüllt so die Spielwelt mit allerhand optionalen Zielen. Natürlich dürfen die berühmten Ubisoft-Türme nicht fehlen. Glücklicherweise sind sie nicht mehr so nervtötend wie bei den früheren Teilen. Statt an einem Funkturm herumzuklettern, entzündet ihr große Leuchtfeuer. Far Cry: Primal definiert sich weniger über die Aufgaben und Missionen, sondern vielmehr über die Erlebnisse, die ihr dazwischen erfahrt.

Die NPCs treiben die Geschichte voran und sorgen für reichlich Missionen.

Die NPCs treiben die Geschichte voran und sorgen für reichlich Missionen.


Zudem rückt der Sammelwahn stärker in den Vordergrund, schließlich müsst ihr euch eure Ausrüstung selbst herstellen. Dafür benötigt ihr die entsprechenden Ressourcen, die ihr überall in der Welt findet. Zwar habt ihr nicht so viele Waffen zur Verfügung, wie in den vorherigen Teilen, trotzdem besitzt jedes einzelne Werkzeug seine Daseinsberechtigung und lässt sich mit der Zeit aufwerten.

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ChrisFazit:
Mit Far Cry: Primal traut sich Ubisoft nicht nur mit dem einzigartigen Szenario gewohnte Serien-Pfade zu verlassen. Gerade die Bestien, die man zähmen kann, haben mir als neues Gameplay-Element gut gefallen. Insgesamt ist das neue Werk von Ubisoft damit eine Empfehlung, weil die bekannten Mechanismen einfach gut funktionieren und neue Elemente sinnvoll eingefügt wurden. Hinzu kommt, dass mit der Steinzeit ein Setting gewählt wurde, das sich nicht nur frisch anfühlt, sondern geradezu meisterhaft umgesetzt wurde. So macht Far Cry: Primal mit seiner dichten Atmosphäre nicht nur Fans der Far-Cry-Serie Spaß, sondern auch denjenigen, die mit Far Cry in der Vergangenheit vielleicht nicht viel anfangen konnten.
ROG_Chris

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