Welche Komponenten für das Rampage V Edition 10?

Welche Komponenten für das Rampage V Edition 10?

Im zweiten Teil des „Rampage V Edition 10 unter Wasser“-Guides erfahrt ihr mehr über die restlichen Komponenten und deren Kühlung.


Die ASUS Republic of Gamers feiert ihr 10-jähriges Jubiläum und hat mit dem Rampage V Edition 10 das perfekte Herzstück für unseren First Order Mod vorgestellt. Die X99-Platine ist nicht nur für extremes Overclocking ausgelegt, sondern mit ihren fünf Beleuchtungszonen und ansonsten zurückhaltendem Design ein echter Hingucker.

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Der Profi-Overclocker „der8auer“ hat das Rampage V Edition 10 stimmig abgefilmt und sich den Features im Zusammenhang mit Intels Broadwell-E 6950X-Prozessor gewidmet. Zudem ist der DDR4-Arbeitsspeicher der Klevv Cras-Serie zu sehen. Passt perfekt zum Board sowie zu Star Wars und zählt zum Feinsten, was die südkoreanische Halbinsel an Speicherchips hergibt. Nur extrem selten und schwer zu bekommen ist diese Rarität, für Klevv selber, wo gerade Produktionsschienen umgestellt wurden leider auch.

Wir haben aus optischen Gründen die 8 Speicherbänke belegt, es sind 8x4GB 3000er Module, weil die größeren noch schwerer aufzutreiben sind, 32 GB für unsere Zwecke ausreichen und kleinere Module einen höheren CPU-Takt ermöglichen. Für eine RAMDisk reicht das leider nicht aus, wir müssen uns mit einer 1,2 TB Intel 750 SSD samt EK-Wasserblock begnügen. Rasend schnell ist diese auch. Als Datengrab werden zwei Western Digital Red mit jeweils 4 TB im Raid 0 eingesetzt.

Zwei ASUS ROG Strix GeForce GTX 1080 im SLI

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Weil eine einzelne Grafikkarte sehr einsam aussieht im riesigen S-Frame, wurde der ROG Strix GTX 1080 eine zweite zur Seite gestellt. Neben dem SLI-Gespann steckt die Intel SSD 750 samt Kühler im letzten PCIe-Slot. Für ein 2-Way-SLI müssen Slot 1 und Slot 3 belegt werden, damit die beiden GPUs jeweils mit PCIe 16x angebunden werden. Die SLI-Brücke stammt vom Board und wird für höhere Auflösungen als 4K gegen eine High-Bandwith-Variante (HB-Bridge) ausgetauscht. Nvidias originale SLI-Bridges passen weder zum Mod noch neben die EK-Kühler auf den Grafikkarten.

Alles Wichtige zur ROG Strix GTX 1080 haben wir an dieser Stelle schon einmal aufgeführt. Zwei dieser Granaten liefern genug Leistung für alle erdenklichen Games in 4K, höchsten Einstellungen und butterweichen FPS.

Ein altgedienter Octacore

Da Intels sündhaft teure 10-Kerner nicht vom Himmel fallen, tut ein bewährter Core i7-5960X der Haswell-E-Baureihe seinen Dienst im First Order Mod. Hauptsache Enthusiast. Die 8 Kerne der Sockel 2011-3-CPU takten ab Werk mit 3,0 bis 3,5 GHz, lassen sich aber im Vergleich zu Intels neuer Broadwell-E-Generation i7-6xxxK(X) etwas höher übertakten.

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Während für die modernen 6-10-Kerner, die im 14nm-Verfahren gefertigt wurden, meist schon bei 4,2 bis 4,3 Ghz Turbotakt Schluss ist, kommen Haswell-E-CPUs mit vernünftigen Spannungen bis 1,3V deutlich weiter. Dafür bringen Broadwell-E mit einem AVX-Offset ein neues Feature mit, unter intensiverer Arbeitslast der AVX-Instruktionen wählt die CPU einen separaten, geringeren Multiplikator für den Turbotakt.

In Star Wars Battlefront und anderen Games merkt man ehrlich gesagt keinen Unterschied hinsichtlich der CPU. Viele Games sind noch nicht für Multicore-CPUs optimiert, so dass die X99-Enthusiast-Plattform schon Overkill ist. „Schnell“ ist für Gamer noch vergleichsweise günstig zu kriegen, „schneller“ wird schon deutlich teurer und „am schnellsten“ treibt den Preis exponentiell.


Alles viel zu teuer!

Übertakten kann man schon mit einem Core i7-6700K (und sogar Non-K-Versionen) der Skylake-Generation auf einem Board wie dem ASUS Z170 Pro Gaming mit Aura. Das Bundle liegt mit 460 Euro noch unter dem Preis für das Rampage V Edition 10. Für eine 5820K-CPU und ein X99-Strix-Board muss man schon 200 Euro drauflegen. 

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Das Budget für Board und Speicher kann man mit 6950X und Rampage V Edition 10 auch gern auf über 2.200 Euro hieven. Für schnellen Speicher muss man sich dann auch nochmal verausgaben. Ganz zu schweigen von der Wasserkühlung. Aber wir wollen ja gar nicht jammern, wer sich High-End-Hardware zulegt, weiß wofür er bezahlt und macht das ganz bewusst.

Vereinfacht auf die Frage nach FPS pro eingesetztem Euro bekommen die Komponenten für die meisten Games natürlich ein sehr schlechtes Preis-Leistungsverhältnis. Erst recht, wenn man sie in ein Luxusgehäuse packt, wo doch eins für 80 Euro reicht. Ja, mit einem Nissan Micra oder gar einem Skoda Octavia Kombi kommt man auch von A nach B. Mit der Hardtube-Wasserkühlung legen wir sogar noch eine Schippe unnötigen Luxus drauf.

Kühlung – Meine Tubes, meine Fittings, mein Block

In der Regel befreit eine Wasserkühlung die GPUs von Sorgen bezüglich des Temperatur-Targets, ermöglicht etwas höhere Taktraten und einen leiseren Betrieb als Luftkühlung. Es muss nicht immer so sein, letztendlich kühlt man auch bei einer Wasserkühlung nur mit Luft über einen Umweg und Pumpen machen auch Lärm. Wasserkühlung ist teuer aber auch schick, das gilt für unsere Ausprägung mit Hardtubes umso mehr. Die Optik sollte den Look der Starkiller-Basis-Laser und Kylo Rens Lichtschwert tragen:

Es gibt All-in-One-Wasserkühlungen, die sämtliche benötigten Komponenten schon mitbringen, dann meist aber auf eine CPU oder eine GPU beschränkt bleiben. Baut man sich einen eigenen (Custom) Kreislauf aus Pumpe, Ausgleichsbehälter, Radiator und Kühlblöcken, kann man alles aufeinander abstimmen und einbinden. In der Regel fängt man mit weichen Schläuchen (Softtubes) aufgrund der einfachen Handhabung an. Wir nutzen PETG-Hardtubes wegen der Optik und weiteren Vorteilen und nur an einer Stelle zum Befüllen und zur unkomplizierten Erweiterung nutzt der Build heimlich weiche Schläuche.


Hardtubes werden der Geometrie des außergewöhnlichen Cases am ehesten gerecht. In der 16/13 Millimeter Ausführung sind sie sehr präsent, können aber als feste Verrohrung die Form des S-Frame nachempfinden. Man muss sie in diese Form bringen, dafür per Heißluftpistole erhitzen und per Hand biegen. Sie müssen von der Länge und vom Winkel dann passgenau zu den Anschlüssen führen.

Die mattschwarzen Coolforce-LED-Fittings von Nanoxia setzen die passenden Tubes in Szene, fragt lieber nicht nach dem Preis. Es macht keinen Unterschied, ob man ein SLI mit den Fittings oder mit einem EK-FC-Terminal überbrückt, zumindest preislich. Man braucht nun mal Fittings und wir wollten, dass sie leuchten wie Energiekupplungen. Man muss bei den speziellen Anschlüssen auch aufpassen, dass sie nicht rauchen wie ein Thermal Detonator, denn schnell produziert man mit der Überwurfmutter Kratzer in den kleinen Kabeln.

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Die Wasserkühlung will gut geplant sein und man sollte sich vorab Gedanken über die Ausführung machen: Ohne Winkel mit vielen Biegungen oder kostenintensiver Einsatz von Winkeln und Adaptern mit mehrheitlich geradlinigen Tubes? Von denen sollte man auch als geübter PETG-Bändiger ruhig doppelt so viel wie gebraucht ordern, um misslungene Strecken mehrfach machen zu können. Ein paar Winkel und Adapter mehr erlauben spontane Planänderungen.

Als Pumpe dient uns eine Laing DDC 1T Plus, die mit bis zu 18 Watt Leistung ordentlich drückt. Der Aquacomputer Durchflusssensor bestätigt das mit 150L/h. Der schwere Pumpendeckel und die Lagerung auf Schaumstoff und Klettbefestigung entkoppeln die Pumpe weitestgehend. Wir haben ein weiteres Kabel angelötet und damit eine PWM-Version gebastelt, die vom Aquaero gesteuert werden kann. Uns reichen 3500 rpm, wobei die Pumpe nicht mehr zu hören ist.

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Findige Leser werden feststellen, dass ein einzelner 360er Radiator von Phobya auch mit drei Coolermaster Jetflo-Lüftern mit 2000 rpm vielleicht nicht ausreicht. Nur unter voller Last gibt es Probleme, deswegen auch die weichen Schläuche mit Schnelltrennern hinter dem Gehäuse – Sie führen zu einem externen MORA 3 Pro, der behilflich ist.

An dieser Stelle im Kreislauf kann für das Befüllen und entlüften auch eine zweite Pumpe integriert werden. Das S-Frame-Case verbaut das Rampage V Edition 10 um 90° im Uhrzeigersinn gedreht. Damit stehen die GPU-Blöcke vertikal und der Monoblock „liegt“ auf der Seite. Dass das von EKWB so nicht gedacht war, zeigen viele Luftdepots in den Wasserkühlern.


Wer sich traut, kann sein wassergekühltes S-Frame mit helfenden Händen im laufenden Betrieb ein wenig drehen und so die Luft in Richtung Ausgleichsbehälter zwingen. In unserem Falle reicht die Kühlleistung auch so. Im Leerlauf drosselt der Aquaero die drei Lüfter auf unhörbare 500 rpm, ab 35°C Wassertemperatur steigert sich die Drehzahl langsam bis auf röhrende 2000 rpm bei 40°C. Im Spielebetrieb bleibt es meist bei 1000 rpm und damit ruhig.

Im nächsten und letzten Teil wollen wir auf Begleitsoftware von Board und Komponenten eingehen und zeigen, wie man übertaktet.

 

 

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